Unglücklicher Jahresabschluss

Mit einer bitteren Niederlage gegen den Tabellenführer RC Walferdange verabschiedet sich der Rugby Club Mainz (RCM) in die Winterpause. Die Mainzer überzeugten weitgehend in der Defensive, schafften es aber nicht eigene Gelegenheiten herauszuspielen. Am Ende hieß es 0:19 (0:10) für die effektiveren Gäste aus Luxemburg.

Pausenpfiff kam wenige Sekunden zu spät

Trotz des unangenehmen, nasskalten Wetters fanden einige Zuschauer den Weg zur Bezirksportanlage in Bretzenheim. Sie sahen ein Spiel zweier ausgeglichener Mannschaften, bei dem schließlich die Effektivität der Walferdanger den Unterschied machte. Die Gäste kamen deutlich besser ins Spiel als der RCM und setzen sich gleich in der Mainzer Hälfte fest, ohne aber sich dem Malfeld entscheidend zu nähern. Allerdings bekamen sie mehrere Straftritte in aussichtsreicher Position zugesprochen, von denen der starke Kicker der Luxemburger den zweiten zur Führung nutzen konnte.

Im Anschluss hatte der RCM Glück, dass ein weiterer Strafkick nicht den Weg zwischen die Stangen fand. In der Folge schafften es die Gastgeber endlich, die Begegnung an sich zu reißen und kamen dank einem starken Lauf des Wings Dominik Süß zu einer guten Gelegenheit das Spiel zu drehen; Süß wurde aber vom überragenden Schluss der Gäste im letzten Moment gestoppt.

Ein Versuch des RCM erschien zu dieser Phase wahrscheinlicher, aber es waren die Walferdanger, die mit dem Pausenpfiff das Ei ablegen konnten: Wenige Minuten vor Ende des ersten Abschnittes hatten sie sich aus der Umklammerung der Mainzer entrissen, die den Ball nicht in den eigenen Reihen halten konnten, obwohl sie zwei Gassen hintereinander gewannen. Einen Moment lang war die starke Defensive der Mainzer unaufmerksam – mit dem Gedanken vermutlich bereits in der Pause – und dies nutzten die Gäste gnadenlos aus. Nach Erhöhung stand es 0:10.

Hinten sicher, vorne nervös

Durch den unglücklichen Versuch gegen sich, wurde es nun deutlich schwieriger, den Rückstand zu drehen. Der RCM kam mit Wut im Bauch aus der Halbzeit und dominierte nach Ankick zum zweiten Abschnitt zunächst das Geschehen – erneut ohne zwingend zu agieren. Der RC Walferdange wiederum nutze den ersten Strafkick, um sich mit 0:13 weiter abzusetzen und hatte in der Folge sogar die Gelegenheit zu einem weiteren Versuch. Die Mainzer Verteidigung war nun hellwach und verhinderte die endgültige Vorentscheidung.

Während hinten die Stabilität gefunden war, spielte der RCM seine Phasen in Ballbesitz nicht kontrolliert zu Ende. So waren es weiterhin die Gäste, die mit ihrer effektiven Chancenverwertung zu Punkten kamen. Der dritte erfolgreiche Straftritt der Luxemburger setzte den Deckel auf die Partie, mit dem Schlusspfiff fiel das 0:19 zum Endstand.

Letzte Woche gelang die Revanche beim RC Luxemburg, nun endete das letzte Spiel vor der Winterpause mit einer Enttäuschung. Zufrieden kann der RCM aber mit seiner Leistung in der Verteidigung sein. Die Winterpause bietet Zeit, um im Training an den Schwächen zu arbeiten.

 

Für den Rugby Club Mainz spielten:

Sturm:

Gabriel Gessner, Christoph Obenaus, Andreas Berg, Roman Schmidt, Angus Price, Sven Kresalek, Nils Radtke, Niklas Habich, René Siegel, Steven Landow

Dreiviertel:

Anselm Wagner, Michael Berg, Joshua Nickel, Sean Beagan, Jonas Pampel, Dominik Süß, Aleksejs Maslakovičs, Joseph Hasselwander, Lasse Knepper, Alex Cook, Ajay Kumar

 

Bericht: Nils Fortmann

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