Enttäuschender Jahresauftakt für die Mainzer XV

Mit 17:7 (7:0) musste sich die Mannschaft des Rugby Club Mainz (RCM) zum Start in die Rückrunde der 3. Liga am Samstag auswärts Eintracht Frankfurt geschlagen geben. Damit verbleiben die Mainzer punktlos am Tabellenende vor den Frankfurtern, die das zweite Rhein-Main-Derby in Folge für sich entschieden.

Die Partie begann verheißungsvoll für Mainz: Angetrieben vom wieder genesenen Gedrängehalb Nils Schanz setzte sich der RCM in der Hälfte der Gastgeber fest. Ein Strafkick nach fünf Minuten verfehlte nur knapp das Frankfurter Torgestänge. In den weiteren Standardsituationen blieben die Rheinhessen dann ebenso unglücklich. Der Eintracht gelang es, einige Gasseneinwürfe für sich zu gewinnen, sodass die Mainzer Raumgewinne wirkungslos blieben. Ihre Übermacht im Sturm nutzten die Frankfurter schließlich auch zum ersten Versuch in der 30. Minute.

In der zweiten Hälfte gelang es dem RCM nicht, die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zwar rissen die Spielzüge der Mainzer Hintermannschaft immer wieder Lücken in die Frankfurter Verteidigung. Doch die Eintracht profitierte ein ums andere Mal von den Mainzer Unkonzentriertheiten in den Rucks. Mit Paketen schoben sich die Gastgeber auf der anderen Seite zum zweiten und dritten Versuch über die Mallinie des RCM. Erst kurz vor Spielende belohnten sich die Gäste für ihren kämpferischen Einsatz: Spielertrainer René Siegel konnte nach einer mehrphasigen Vorarbeit seiner Mannschaft unter dem Frankfurter Tor zum Ehrenversuch ablegen.

Lücken gerissen, dennoch nicht gepunktet: RCM-Kapitän Michael Jenkins und Innendreiviertel Michael Berg (v. rechts) blieben gegen Eintracht Frankfurt meist auf den letzten Metern glücklos. Archivbild: Thorsten Seidl

Lücken gerissen, dennoch nicht gepunktet: RCM-Kapitän Michael Jenkins und Innendreiviertel Michael Berg (v. rechts) blieben gegen Eintracht Frankfurt meist auf den letzten Metern glücklos. Archivbild: Thorsten Seidl

RCM-Kapitän Michael Jenkins bilanzierte nach dem Abpfiff: „Die Eintracht war heute die bessere Mannschaft und wir haben hier verdient verloren.“ Nach der langen Vorbereitung sei dies ein bitterer Moment. „Es ist natürlich enttäuschend, weil wir lange und hart trainiert haben.“ Für Trainer und Betreuer sei deutlich geworden, woran in den kommenden Trainingseinheiten gearbeitet werden müsse. Trotzdem zeigte sich Jenkins zuversichtlich, insbesondere mit Blick auf den Einsatzwillen seiner Mitspieler: „Wir haben heute einen Teamspirit gezeigt, den ich lange vermisst habe. Alle 22 Spieler haben heute alles für das Team gegeben. Das müssen wir uns für die nächsten Spiele erhalten!“

Für den RC Mainz spielten:

Sturm:
Gabriel Gessner, Michael Sauer, Andreas Berg, Fabian Dechent, René Siegel (5 Punkte), Niklas Habich, Nils Radtke, Jochen Speyerer
Eingewechselt: Fabian Garbe, Jason Posey, Roman Schmidt, Thomas Volkmer

Hintermannschaft:
Nils Schanz (2), Michael Jenkins (Kapitän), Max Berger, Michael Berg, Jonas Pampel, Johannes Ewald, Hendrik Maßhöfer
Eingewechselt: Jonas Heepen, Lasse Knepper, Joseph Hasselwander

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